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CHS Fachwissen

Nachtsicht und Infrarot bei Videoanlagen

Professionelle Nachtüberwachung benötigt mehr als nur integrierte Infrarot-LEDs. Entfernung, Reflexionen und Restlicht bestimmen das Ergebnis.

Viele sicherheitsrelevante Ereignisse finden bei schwachem Licht oder vollständiger Dunkelheit statt. Die Nachtleistung einer Kamera ist daher ein entscheidendes Auswahlkriterium.

Integrierte Infrarotbeleuchtung

IR-LEDs beleuchten den Bereich mit für Menschen kaum sichtbarem Licht. Die Kamera wechselt in einen empfindlicheren Schwarzweißmodus und kann dadurch auch bei Dunkelheit Bilder liefern.

Reichweiten realistisch bewerten

Herstellerangaben zur IR-Reichweite gelten unter idealen Bedingungen. In der Praxis beeinflussen Wände, Vegetation, Nebel, Regen und reflektierende Flächen die nutzbare Entfernung.

Überstrahlung vermeiden

Nahe Objekte können das Infrarotlicht stark reflektieren und dadurch überbelichtet erscheinen. Eine abgestimmte Beleuchtung und geeignete Kameraposition helfen, diesen Effekt zu verhindern.

Restlicht und zusätzliche Beleuchtung

Bei vorhandenem Restlicht können spezielle Low-Light-Kameras auch nachts Farbbilder erzeugen. In anderen Situationen ist eine separate IR- oder Weißlichtbeleuchtung sinnvoll.

Fazit

Nachtüberwachung muss unter realen Bedingungen geplant und geprüft werden. Entscheidend ist nicht nur die nominelle Reichweite, sondern die tatsächlich erforderliche Erkennbarkeit.